{"id":19,"date":"2026-07-09T10:01:33","date_gmt":"2026-07-09T08:01:33","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/allgemein\/kieferorthopaedie-fuer-erwachsene-welche-tarife-uebernehmen-die-kosten\/"},"modified":"2026-07-09T10:01:33","modified_gmt":"2026-07-09T08:01:33","slug":"kieferorthopaedie-fuer-erwachsene-welche-tarife-uebernehmen-die-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/zahnzusatz\/kieferorthopaedie-fuer-erwachsene-welche-tarife-uebernehmen-die-kosten\/","title":{"rendered":"Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene: Welche Tarife \u00fcbernehmen die Kosten?"},"content":{"rendered":"<h2>Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene \u2013 ein teures Thema, das viele untersch\u00e4tzen<\/h2>\n<p>In meiner Beratungspraxis erlebe ich es regelm\u00e4\u00dfig: Ein Patient ist Mitte drei\u00dfig, bekommt vom Zahnarzt oder Kieferorthop\u00e4den die Empfehlung f\u00fcr eine Zahnspange oder Aligner-Behandlung \u2013 und steht pl\u00f6tzlich vor einem Kostenvoranschlag zwischen 3.000 und 8.000 Euro. Der erste Reflex ist meist: &#8222;Das \u00fcbernimmt doch sicher die Krankenkasse.&#8220; Die ern\u00fcchternde Antwort lautet leider: Bei Erwachsenen in der Regel nein, oder zumindest nur in sehr eingeschr\u00e4nktem Umfang.<\/p>\n<p>Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) \u00fcbernehmen kieferorthop\u00e4dische Leistungen f\u00fcr Erwachsene grunds\u00e4tzlich nur bei schweren Kieferanomalien, die einer chirurgischen Behandlung bed\u00fcrfen \u2013 und selbst dann nur anteilig. Wer als Erwachsener aus \u00e4sthetischen oder funktionellen Gr\u00fcnden eine Zahnfehlstellung korrigieren lassen m\u00f6chte, bleibt auf einem Gro\u00dfteil der Kosten sitzen. Genau hier kommt die <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/zahnzusatz\/\">Zahnzusatzversicherung<\/a> ins Spiel \u2013 aber nicht jeder Tarif leistet auch f\u00fcr Kieferorthop\u00e4die bei Erwachsenen. In diesem Ratgeber erkl\u00e4re ich Ihnen, worauf Sie achten m\u00fcssen, welche Anbieter entsprechende Tarife haben und wie Sie die Kosten realistisch kalkulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Was zahlt die gesetzliche Krankenversicherung \u2013 und was nicht?<\/h2>\n<p>Um zu verstehen, warum eine Zusatzversicherung f\u00fcr viele Erwachsene sinnvoll ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die GKV-Leistungen. Das Sozialgesetzbuch (SGB V) regelt in \u00a729, dass Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf kieferorthop\u00e4dische Behandlung haben \u2013 sofern eine Indikationsgruppe (KIG 3 oder 4) vorliegt. F\u00fcr Erwachsene gibt es diese Regelleistung schlicht nicht.<\/p>\n<p>Ausnahmen gelten bei sogenannten kombiniert kieferchirurgisch-kieferorthop\u00e4dischen Behandlungen, also wenn zus\u00e4tzlich zur Spange auch ein operativer Eingriff am Kiefer notwendig ist. Hier beteiligt sich die GKV \u2013 aber auch das ist mit erheblichem Eigenanteil verbunden, da Krankenhauskosten, Narkose und Nachbehandlung h\u00e4ufig nur teilweise erstattet werden.<\/p>\n<p>Ein typisches Beispiel aus meiner Praxis: Herr M., 38 Jahre, leidet unter einem ausgepr\u00e4gten \u00dcberbiss und Verspannungen im Kiefergelenk. Sein Kieferorthop\u00e4de empfiehlt eine Kombination aus festsitzender Spange und anschlie\u00dfendem Einsatz von Retainern. Gesamtkosten laut Heil- und Kostenplan: ca. 4.800 Euro. Erstattung durch die GKV: 0 Euro, da kein chirurgischer Eingriff notwendig ist. Sein privater Eigenanteil ohne Zusatzversicherung: 4.800 Euro.<\/p>\n<h3>Aligner vs. Spange: Macht das versicherungstechnisch einen Unterschied?<\/h3>\n<p>Eine Frage, die mir sehr h\u00e4ufig gestellt wird: &#8222;Bekomme ich f\u00fcr Aligner wie Invisalign mehr erstattet als f\u00fcr eine klassische Zahnspange?&#8220; Die Antwort ist differenziert. Versicherungstechnisch unterscheiden viele Tarife nicht zwischen Behandlungsmethoden, sondern zwischen der Diagnose und dem Behandlungszweck. Entscheidend ist, ob der Tarif kieferorthop\u00e4dische Behandlung generell abdeckt \u2013 und zu welchem Prozentsatz.<\/p>\n<p>Allerdings gilt: Aligner-Systeme gelten bei manchen Versicherern als &#8222;nicht medizinisch notwendig&#8220; und werden deshalb explizit ausgeschlossen. Das ist ein wichtiger Punkt im Kleingedruckten, den ich unbedingt pr\u00fcfen empfehle, bevor Sie sich f\u00fcr eine Behandlungsmethode entscheiden. Kl\u00e4ren Sie das vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Versicherer \u2013 nach Beginn der Behandlung ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n<h2>Worauf Sie beim Tarifvergleich unbedingt achten m\u00fcssen<\/h2>\n<p>Nicht jede <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/\">Krankenzusatzversicherung<\/a> mit Zahntarif leistet automatisch f\u00fcr Kieferorthop\u00e4die bei Erwachsenen. Es gibt einige kritische Punkte, die ich in der Beratung immer systematisch durchgehe:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Altersgrenzen:<\/strong> Manche Tarife leisten f\u00fcr Kieferorthop\u00e4die nur bis zu einem bestimmten Alter \u2013 etwa bis 25 oder 30 Jahre. Wer mit 45 eine Spange braucht, schaut in die R\u00f6hre.<\/li>\n<li><strong>Wartezeiten:<\/strong> Fast alle Zahntarife haben Wartezeiten von 3 bis 8 Monaten. In dieser Zeit begonnene Behandlungen werden nicht erstattet. Wer bereits einen Heil- und Kostenplan in der Tasche hat, sollte sehr genau pr\u00fcfen, ob er noch in der Wartezeit ist.<\/li>\n<li><strong>Jahresh\u00f6chstgrenzen:<\/strong> Viele Tarife begrenzen die Erstattung auf 500 bis 1.000 Euro pro Jahr, mit Staffelregelungen in den ersten Versicherungsjahren. Bei einer KFO-Behandlung, die 5.000 Euro kostet, kann das bedeuten, dass Sie \u00fcber mehrere Jahre verteilt erstatten \u2013 oder die Deckung reicht nicht aus.<\/li>\n<li><strong>KFO explizit eingeschlossen:<\/strong> Schauen Sie ins Bedingungswerk. Zahntarife decken standardm\u00e4\u00dfig Zahnersatz und Prophylaxe ab. Kieferorthop\u00e4die muss h\u00e4ufig separat oder durch einen Premium-Tarif abgedeckt sein.<\/li>\n<li><strong>Medizinische Notwendigkeit:<\/strong> Einige Tarife erstatten nur, wenn ein Zahnarzt oder Kieferorthop\u00e4de die medizinische Notwendigkeit bescheinigt \u2013 rein \u00e4sthetisch motivierte Behandlungen sind ausgeschlossen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Staffelregelungen verstehen \u2013 ein h\u00e4ufiger Fallstrick<\/h3>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr eine typische Staffelregelung, wie sie bei vielen Tarifen vorkommt: Im ersten Versicherungsjahr werden maximal 250 Euro erstattet, im zweiten Jahr maximal 500 Euro, ab dem dritten Jahr maximal 1.000 Euro pro Jahr. Wer direkt im ersten Jahr eine gro\u00dfe KFO-Behandlung startet, erh\u00e4lt trotz 60 % Erstattungsquote nur 250 Euro \u2013 weit entfernt von den tats\u00e4chlichen Kosten.<\/p>\n<p>Das bedeutet: Wenn Sie absehen k\u00f6nnen, dass Sie in naher Zukunft eine kieferorthop\u00e4dische Behandlung ben\u00f6tigen, sollten Sie die Zusatzversicherung so fr\u00fch wie m\u00f6glich abschlie\u00dfen \u2013 idealerweise ein bis zwei Jahre vor der geplanten Behandlung. Das klingt banal, ist aber entscheidend f\u00fcr die tats\u00e4chliche Erstattung.<\/p>\n<h2>Tarife von DKV, Signal Iduna und Hanse Merkur im \u00dcberblick<\/h2>\n<p>Schauen wir uns die konkreten Angebote der drei marktrelevanten Versicherer an, die ich in meiner Beratungspraxis regelm\u00e4\u00dfig empfehle und bewerte. Alle drei bieten Zahntarife an, die unter bestimmten Bedingungen auch kieferorthop\u00e4dische Leistungen f\u00fcr Erwachsene einschlie\u00dfen.<\/p>\n<h3>DKV<\/h3>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/dkv\/\">DKV<\/a> bietet im Bereich Zahnzusatz verschiedene Tarifvarianten an. Im Premium-Segment sind kieferorthop\u00e4dische Leistungen auch f\u00fcr Erwachsene eingeschlossen \u2013 allerdings mit Jahresh\u00f6chstgrenzen und Wartezeiten. Die DKV setzt in ihren hochwertigen Tarifen auf eine Erstattung von bis zu 80 bis 100 % der anfallenden Kosten (\u00fcber dem GKV-Niveau), begrenzt auf eine Gesamtleistung, die je nach Tarif zwischen 1.000 und 2.000 Euro j\u00e4hrlich liegt. Ein Pluspunkt: Die DKV akzeptiert in der Regel sowohl festsitzende als auch herausnehmbare kieferorthop\u00e4dische Apparaturen, sofern die medizinische Notwendigkeit belegt ist. Die Beitr\u00e4ge f\u00fcr einen 35-J\u00e4hrigen liegen je nach Tarifvariante bei etwa 25 bis 55 Euro monatlich.<\/p>\n<h3>Signal Iduna<\/h3>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/signal-iduna\/\">Signal Iduna<\/a> ist bekannt f\u00fcr ihre transparenten und leistungsstarken Zahntarife. Im Bereich Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene bieten die h\u00f6herwertigen Tarife der Signal Iduna eine Erstattungsquote von bis zu 75 % an \u2013 ebenfalls gedeckelt durch Jahresh\u00f6chstbetr\u00e4ge. Besonders interessant: Die Signal Iduna hat in manchen Tarifen keine starre Altersgrenze f\u00fcr kieferorthop\u00e4dische Leistungen, was sie f\u00fcr \u00e4ltere Versicherte attraktiv macht. Die Wartezeit betr\u00e4gt \u00fcblicherweise acht Monate. Monatliche Beitr\u00e4ge f\u00fcr einen 40-J\u00e4hrigen: je nach Tarifh\u00f6he zwischen 20 und 50 Euro.<\/p>\n<h3>Hanse Merkur<\/h3>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/hanse-merkur\/\">Hanse Merkur<\/a> hat sich mit ihren Zahntarifen einen guten Ruf erarbeitet \u2013 insbesondere f\u00fcr Versicherte, die Wert auf hohe Erstattungsquoten bei Zahnersatz legen. Im Bereich Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene ist das Angebot etwas selektiver: Nicht alle Tarifstufen schlie\u00dfen KFO-Leistungen f\u00fcr Erwachsene ein; hier empfiehlt sich ein Blick auf die Premiervariante. Die Hanse Merkur erstattet in ihren leistungsstarken Tarifen bis zu 80 % der kieferorthop\u00e4dischen Kosten, begrenzt auf j\u00e4hrliche H\u00f6chstbetr\u00e4ge. Die Beitr\u00e4ge f\u00fcr einen 35-J\u00e4hrigen bewegen sich in der Regel zwischen 20 und 45 Euro monatlich.<\/p>\n<h3>Vergleichstabelle: KFO-Leistungen f\u00fcr Erwachsene im \u00dcberblick<\/h3>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Kriterium<\/th>\n<th>DKV<\/th>\n<th>Signal Iduna<\/th>\n<th>Hanse Merkur<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>KFO f\u00fcr Erwachsene eingeschlossen<\/td>\n<td>Ja (Premium-Tarife)<\/td>\n<td>Ja (h\u00f6here Tarifstufen)<\/td>\n<td>Ja (Premiertarif)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Typische Erstattungsquote<\/td>\n<td>bis 80\u2013100 %<\/td>\n<td>bis 75 %<\/td>\n<td>bis 80 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Jahresh\u00f6chstbetrag (ca.)<\/td>\n<td>1.000\u20132.000 \u20ac<\/td>\n<td>1.000\u20131.500 \u20ac<\/td>\n<td>1.000\u20131.500 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wartezeit<\/td>\n<td>3\u20138 Monate<\/td>\n<td>8 Monate<\/td>\n<td>8 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Altersgrenze f\u00fcr KFO<\/td>\n<td>Tarifabh\u00e4ngig<\/td>\n<td>Meist keine<\/td>\n<td>Tarifabh\u00e4ngig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Aligner abgedeckt<\/td>\n<td>Ja, bei med. Notwendigkeit<\/td>\n<td>Tarifabh\u00e4ngig<\/td>\n<td>Tarifabh\u00e4ngig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Monatsbeitrag (ca., 35 J.)<\/td>\n<td>25\u201355 \u20ac<\/td>\n<td>20\u201350 \u20ac<\/td>\n<td>20\u201345 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><em>Hinweis: Die Angaben in der Tabelle basieren auf \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Tarif\u00fcbersichten und typischen Tarifstrukturen. Genaue Konditionen k\u00f6nnen je nach individuellem Tarif und Abschlusszeitpunkt abweichen. Eine aktuelle Beratung ist unerl\u00e4sslich.<\/em><\/p>\n<h2>Konkrete Kostenszenarien und was eine Zusatzversicherung wirklich bringt<\/h2>\n<p>Um den praktischen Nutzen greifbar zu machen, m\u00f6chte ich zwei konkrete Szenarien durchrechnen:<\/p>\n<h3>Szenario 1: Frau K., 32 Jahre, Festspange f\u00fcr 4.200 Euro<\/h3>\n<p>Frau K. hat seit Jahren eine leichte Zahnfehlstellung und m\u00f6chte diese vor einer geplanten Hochzeit korrigieren. Ihr Kieferorthop\u00e4de empfiehlt eine festsitzende Metallspange mit einer Behandlungsdauer von ca. 18 Monaten. Gesamtkosten: 4.200 Euro. Sie hat vor drei Jahren eine Zahnzusatzversicherung mit KFO-Einschluss bei der DKV abgeschlossen.<\/p>\n<ul>\n<li>Jahresh\u00f6chstbetrag: 1.500 Euro<\/li>\n<li>Erstattungsquote: 80 %<\/li>\n<li>Erstattung Jahr 1: 1.500 Euro (H\u00f6chstbetrag erreicht)<\/li>\n<li>Erstattung Jahr 2: 1.500 Euro (H\u00f6chstbetrag erreicht)<\/li>\n<li>Gesamterstattung: 3.000 Euro<\/li>\n<li>Eigenanteil: 1.200 Euro statt 4.200 Euro<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das ist eine Ersparnis von 3.000 Euro \u2013 bei Monatsbeitr\u00e4gen von rund 35 Euro \u00fcber drei Jahre Versicherungslaufzeit bis zur Behandlung (= 1.260 Euro Beitr\u00e4ge). Unter dem Strich hat die Versicherung trotzdem deutlich geholfen und war wirtschaftlich sinnvoll.<\/p>\n<h3>Szenario 2: Herr L., 47 Jahre, Aligner-Behandlung f\u00fcr 6.500 Euro<\/h3>\n<p>Herr L. interessiert sich f\u00fcr Invisalign. Er schlie\u00dft erst kurz vor Behandlungsbeginn eine Zahnzusatzversicherung ab. Problem: Die Wartezeit von acht Monaten ist noch nicht abgelaufen. Zudem ist sein gew\u00e4hlter Tarif nur bis 45 Jahre f\u00fcr KFO-Leistungen vorgesehen. Ergebnis: keine Erstattung. Eigenanteil: 6.500 Euro.<\/p>\n<p>Dieses Beispiel zeigt deutlich: Wer zu sp\u00e4t handelt oder den falschen Tarif w\u00e4hlt, zahlt alles selbst. Deshalb ist eine fr\u00fchzeitige und informierte Entscheidung so wichtig \u2013 und keine spontane Reaktion auf einen konkreten Kostenvoranschlag.<\/p>\n<h2>Wann lohnt sich der Abschluss \u2013 und wann ist es zu sp\u00e4t?<\/h2>\n<p>Der optimale Zeitpunkt f\u00fcr den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung mit KFO-Schutz ist: bevor Sie konkret eine Behandlung planen. Das klingt selbstverst\u00e4ndlich, wird in der Praxis aber erstaunlich oft ignoriert. Viele Menschen kommen zu mir mit einem bereits erstellten Heil- und Kostenplan und fragen, ob sie jetzt noch versichern k\u00f6nnen. Die ehrliche Antwort: Wenn die Behandlung bereits begonnen oder konkret geplant ist (Heil- und Kostenplan liegt vor), wird kein Versicherer diese Kosten noch \u00fcbernehmen \u2013 das gilt als Vorerkrankung oder vorbekannte Behandlung.<\/p>\n<p>Mein Rat in der Praxis: Schlie\u00dfen Sie eine Zahnzusatzversicherung bereits in jungen Jahren ab \u2013 idealerweise zwischen 20 und 30 Jahren. Die Beitr\u00e4ge sind dann am g\u00fcnstigsten, und Sie haben ausreichend Zeit, Wartezeiten zu \u00fcberbr\u00fccken und Leistungsanspr\u00fcche aufzubauen. Wer mit Mitte Vierzig noch eine gute Absicherung aufbauen m\u00f6chte, sollte einen Tarif ohne Altersgrenzen f\u00fcr KFO-Leistungen w\u00e4hlen und mindestens zwei bis drei Jahre vor einer m\u00f6glichen Behandlung abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gilt: Ein <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/krankenhaus\/\">Krankenhauszusatz<\/a> kann in F\u00e4llen, in denen eine kieferorthop\u00e4dische Behandlung mit einem chirurgischen Eingriff kombiniert wird, ebenfalls relevant sein \u2013 etwa f\u00fcr Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer w\u00e4hrend eines station\u00e4ren Aufenthalts. Das ist zwar nicht der Regelfall, aber bei schweren Kieferanomalien durchaus praxisrelevant.<\/p>\n<h2>Fazit: Fr\u00fch planen, Tarif sorgf\u00e4ltig ausw\u00e4hlen, Kleingedrucktes lesen<\/h2>\n<p>Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene ist teuer \u2013 und die gesetzliche Krankenversicherung l\u00e4sst die meisten Patienten damit allein. Eine gut gew\u00e4hlte Zahnzusatzversicherung kann hier einen erheblichen Teil der Kosten abfedern, aber nur dann, wenn Sie die Hausaufgaben machen: Tarif fr\u00fch abschlie\u00dfen, Wartezeiten einplanen, Altersgrenzen und Jahresh\u00f6chstbetr\u00e4ge pr\u00fcfen und sicherstellen, dass KFO-Leistungen f\u00fcr Erwachsene explizit im Bedingungswerk eingeschlossen sind.<\/p>\n<p>DKV, Signal Iduna und Hanse Merkur bieten in ihren jeweils hochwertigen Tarifstufen entsprechende Leistungen an \u2013 aber die Unterschiede im Detail sind erheblich. Ein individueller Tarifvergleich und, besser noch, eine pers\u00f6nliche Beratung sind unerl\u00e4sslich, um den passenden Schutz f\u00fcr Ihre konkrete Lebenssituation zu finden. Lassen Sie sich nicht von g\u00fcnstigen Basistarifen t\u00e4uschen, die Kieferorthop\u00e4die gar nicht oder nur marginal abdecken \u2013 der Preisunterschied zwischen einem Basis- und einem Premiumtarif ist meist kleiner als der Unterschied im Leistungsfall.<\/p>\n<p><em>Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Versicherungsberatung.<\/em><\/p>\n<div class=\"author-box\" style=\"margin-top:2em;padding:1.2em 1.4em;background:#f0f4ff;border-left:4px solid #0057ff;border-radius:8px;\">\n<p style=\"margin:0 0 4px;font-size:.85em;color:#8898aa;text-transform:uppercase;letter-spacing:.05em;\">\u00dcber den Autor<\/p>\n<p style=\"margin:0 0 6px;font-weight:700;color:#0a1628;font-size:1em;\">Klaus Bl\u00f6mecke \u00b7 <span style=\"font-weight:400;color:#4a5568;font-size:.92em;\">Versicherungsexperte, Inhaber Bl\u00f6mecke &amp; Partner<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0;font-size:.9em;color:#4a5568;line-height:1.6;\">Klaus Bl\u00f6mecke ist zugelassener Versicherungsvermittler (IHK M\u00fcnchen, Nr. D-6ULZ-YVLWB-50) und Inhaber von Bl\u00f6mecke &amp; Partner in Plattling. Seit \u00fcber 20 Jahren ber\u00e4t er GKV-Versicherte in Bayern und deutschlandweit zu Kranken-Zusatzversicherungen \u2013 pers\u00f6nlich, kostenlos und unverbindlich.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kieferorthop\u00e4die f\u00fcr Erwachsene \u2013 ein teures Thema, das viele untersch\u00e4tzen In meiner Beratungspraxis erlebe ich es regelm\u00e4\u00dfig: Ein Patient ist Mitte drei\u00dfig, bekommt vom Zahnarzt oder Kieferorthop\u00e4den die Empfehlung f\u00fcr eine Zahnspange oder Aligner-Behandlung \u2013 und steht pl\u00f6tzlich vor einem\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[61,12,19,63,10,25,62,24],"class_list":["post-19","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-zahnzusatz","tag-erwachsene","tag-gkv","tag-kieferorthopaedie","tag-kosten","tag-krankenzusatzversicherung","tag-tarife-2026","tag-uebernehmen","tag-versicherungsvergleich"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}