{"id":145,"date":"2026-10-30T09:01:43","date_gmt":"2026-10-30T08:01:43","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/allgemein\/parodontose-behandlung-kosten-gkv-leistung-und-was-eine-zusatzversicherung-ueber\/"},"modified":"2026-10-30T09:01:43","modified_gmt":"2026-10-30T08:01:43","slug":"parodontose-behandlung-kosten-gkv-leistung-und-was-eine-zusatzversicherung-ueber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/blog\/zahnzusatz\/parodontose-behandlung-kosten-gkv-leistung-und-was-eine-zusatzversicherung-ueber\/","title":{"rendered":"Parodontose-Behandlung: Kosten, GKV-Leistung und was eine Zusatzversicherung \u00fcbernimmt"},"content":{"rendered":"<h2>Was ist Parodontose \u2013 und warum wird sie oft untersch\u00e4tzt?<\/h2>\n<p>In meiner Beratungspraxis erlebe ich h\u00e4ufig, dass Patienten die Diagnose \u201eParodontitis&#8220; zun\u00e4chst auf die leichte Schulter nehmen. Blutendes Zahnfleisch, leicht gelockerte Z\u00e4hne \u2013 das klingt nach einem kosmetischen Problem. Dabei ist Parodontose (medizinisch korrekt: Parodontitis) eine ernstzunehmende bakterielle Entz\u00fcndung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zum vollst\u00e4ndigen Zahnverlust f\u00fchren kann. Schlimmer noch: Wissenschaftliche Studien belegen Zusammenh\u00e4nge zwischen schwerer Parodontitis und systemischen Erkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Fr\u00fchgeburten.<\/p>\n<p>Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich: Laut der F\u00fcnften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) leiden rund 35 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an einer moderaten bis schweren Parodontitis. Das bedeutet: Mehr als jeder dritte Erwachsene ist betroffen \u2013 und viele wissen es nicht einmal. Die Behandlung ist aufwendig, manchmal langwierig und kann je nach Schweregrad mehrere Tausend Euro kosten. Umso wichtiger ist es zu verstehen, was die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) \u00fcbernimmt, was Sie selbst zahlen m\u00fcssen \u2013 und wie eine <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/zahnzusatz\/\">Zahnzusatzversicherung<\/a> die finanzielle L\u00fccke schlie\u00dfen kann.<\/p>\n<h2>Die Parodontose-Behandlung: Ablauf, Methoden und was das kostet<\/h2>\n<h3>Diagnostik und Befunderhebung<\/h3>\n<p>Bevor eine Behandlung beginnt, erstellt Ihr Zahnarzt einen sogenannten Parodontalstatus. Dabei wird an jedem Zahn an mehreren Messpunkten die Tiefe der Zahnfleischtaschen mit einer feinen Sonde gemessen \u2013 dem sogenannten Parodontalen Screening-Index (PSI) oder einem vollst\u00e4ndigen Parodontalen Befundbogen. Dieser Befund ist die Grundlage f\u00fcr die Behandlungsplanung und f\u00fcr die Abrechnung mit der Krankenkasse.<\/p>\n<p>Die Klassifikation der Parodontitis erfolgt nach Schweregrad (Stadien I\u2013IV) und Progressionsrate (Grade A\u2013C). Ein Stadium-III-Patient mit Grade-B-Verlauf ben\u00f6tigt eine deutlich intensivere Behandlung als ein Stadium-I-Patient. Diese Einstufung entscheidet auch dar\u00fcber, welche Ma\u00dfnahmen die GKV erstattet.<\/p>\n<h3>Aktive Therapiephase: Die systematische Parodontalbehandlung<\/h3>\n<p>Seit Juli 2021 gibt es eine grundlegend \u00fcberarbeitete Parodontitis-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Diese sogenannte \u201eneue PAR-Richtlinie&#8220; hat die Leistungen der GKV erheblich erweitert. Die systematische Parodontalbehandlung (kurz: PAR-Behandlung) gliedert sich nun in mehrere klar definierte Phasen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Phase 1 \u2013 Aufkl\u00e4rung und Mundhygieneunterweisung:<\/strong> Der Patient wird \u00fcber die Erkrankung informiert, Risikofaktoren werden besprochen und eine professionelle Mundhygieneinstruktion durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<li><strong>Phase 2 \u2013 Subgingivale Instrumentierung:<\/strong> Das eigentliche Herzst\u00fcck der Behandlung. Mit speziellen Handinstrumenten (K\u00fcretten) oder maschinellen Ultraschall-Ger\u00e4ten werden die Zahnwurzeln unterhalb des Zahnfleischrands gr\u00fcndlich gereinigt und gegl\u00e4ttet (Scaling und Root Planing). Diese Ma\u00dfnahme findet in mehreren Sitzungen statt und wird in der Regel unter lokaler Bet\u00e4ubung durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<li><strong>Phase 3 \u2013 Reevaluation:<\/strong> Etwa 8\u201312 Wochen nach der Instrumentierung pr\u00fcft der Zahnarzt den Therapieerfolg. Sind die Entz\u00fcndungswerte gesunken, die Taschen flacher geworden? Erst dann entscheidet sich, ob weitere Ma\u00dfnahmen n\u00f6tig sind.<\/li>\n<li><strong>Phase 4 \u2013 Unterst\u00fctzende Parodontitistherapie (UPT):<\/strong> Die dauerhafte Nachsorge, die in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden (meist alle drei bis sechs Monate) stattfindet, um ein Wiederaufflammen der Erkrankung zu verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Konkrete Kosten: Was zahlt wer?<\/h3>\n<p>Hier liegt der Knackpunkt. Dank der neuen PAR-Richtlinie \u00fcbernimmt die GKV seit 2021 deutlich mehr als zuvor \u2013 aber l\u00e4ngst nicht alles. Folgende Tabelle gibt Ihnen einen realistischen \u00dcberblick \u00fcber typische Kostenszenarien:<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Behandlungsma\u00dfnahme<\/th>\n<th>GKV \u00fcbernimmt<\/th>\n<th>Typischer Eigenanteil<\/th>\n<th>Gesamtkosten (Beispiel)<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Parodontaler Befund (Erhebung)<\/td>\n<td>Ja, vollst\u00e4ndig<\/td>\n<td>0 \u20ac<\/td>\n<td>ca. 80\u2013150 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mundhygieneunterweisung (MHU)<\/td>\n<td>Ja, vollst\u00e4ndig<\/td>\n<td>0 \u20ac<\/td>\n<td>ca. 50\u201380 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Subgingivale Instrumentierung (Scaling)<\/td>\n<td>Ja, nach BEMA<\/td>\n<td>0\u2013200 \u20ac (bei Mehrkosten GOZ)<\/td>\n<td>ca. 400\u20131.200 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Antibiotikagabe (adjuvant, lokal)<\/td>\n<td>Nein (Kassenleistung meist ausgeschlossen)<\/td>\n<td>100\u2013300 \u20ac je nach Mittel und Z\u00e4hnezahl<\/td>\n<td>ca. 100\u2013400 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Parodontalchirurgie (bei Stadium III\/IV)<\/td>\n<td>Nur Basisversorgung nach BEMA<\/td>\n<td>300\u20131.500 \u20ac<\/td>\n<td>ca. 800\u20133.000 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Unterst\u00fctzende Parodontitistherapie (UPT, j\u00e4hrlich)<\/td>\n<td>Teilweise (UPT-Zuschuss nach G-BA)<\/td>\n<td>50\u2013200 \u20ac pro Sitzung<\/td>\n<td>ca. 200\u2013600 \u20ac p. a.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Professionelle Zahnreinigung (PZR) als Begleitma\u00dfnahme<\/td>\n<td>Nein<\/td>\n<td>vollst\u00e4ndig<\/td>\n<td>ca. 80\u2013150 \u20ac pro Sitzung<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Ein konkretes Rechenbeispiel: Herr M., 52 Jahre, Kasspatient mit Stadium-III-Parodontitis. Er durchl\u00e4uft die vollst\u00e4ndige PAR-Strecke: Befund, Mundhygieneinstruktion, subgingivale Instrumentierung an 24 Z\u00e4hnen, adjuvante Antibiotikagabe und zwei UPT-Sitzungen im ersten Jahr. Seine Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2.200 Euro. Die GKV \u00fcbernimmt etwa 1.100 Euro \u2013 Herr M. bleibt auf rund 1.100 Euro Eigenanteil sitzen. Ohne Zusatzversicherung.<\/p>\n<h2>Was leistet die GKV \u2013 und wo endet ihr Engagement?<\/h2>\n<h3>Die neue PAR-Richtlinie seit 2021: Echte Verbesserungen<\/h3>\n<p>Es w\u00e4re ungerecht, die Fortschritte der neuen Richtlinie kleinzureden. Vor 2021 war die Kassenleistung bei Parodontitis deutlich schmaler: Viele Patienten mussten die subgingivale Reinigung vollst\u00e4ndig aus eigener Tasche zahlen, wenn sie nach dem privat\u00e4rztlichen Geb\u00fchrenverzeichnis (GOZ) abgerechnet wurde. Seit der Reform zahlt die GKV die Grundversorgung vollst\u00e4ndig nach dem Einheitlichen Bewertungsma\u00dfstab (BEMA).<\/p>\n<p>Neu sind insbesondere:<\/p>\n<ul>\n<li>Die \u00dcbernahme der Mundhygieneinstruktion (bis zu drei Sitzungen)<\/li>\n<li>Ein Zuschuss zur unterst\u00fctzenden Parodontitistherapie (UPT) in den ersten zwei Jahren nach Abschluss der aktiven Therapie<\/li>\n<li>Die M\u00f6glichkeit, bei bestimmten Risikopatienten (z. B. Diabetikern) einen h\u00f6heren Betreuungsaufwand abzurechnen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wo die GKV aufh\u00f6rt<\/h3>\n<p>Die GKV zahlt nach BEMA-S\u00e4tzen, die h\u00e4ufig unter den tats\u00e4chlich entstehenden Kosten liegen \u2013 insbesondere wenn Ihr Zahnarzt nach GOZ abrechnet oder Mehrleistungen anbietet. Konkret nicht oder nur teilweise von der GKV \u00fcbernommen werden:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Adjuvante Antibiotikatherapie:<\/strong> Der systemische oder lokale Einsatz von Antibiotika (z. B. Doxycyclin-Chips oder Metronidazol-Gel) wird von den Kassen in der Regel nicht erstattet.<\/li>\n<li><strong>Photodynamische Therapie (PDT):<\/strong> Eine neuere, nebenwirkungsarme Methode zur Keimreduktion mittels Laserlicht und Fotosensibilisatoren \u2013 von der GKV nicht anerkannt.<\/li>\n<li><strong>Parodontalchirurgie \u00fcber die Basisversorgung hinaus:<\/strong> Wenn plastisch-chirurgische Eingriffe n\u00f6tig sind (z. B. Schleimhauttransplantate zum Deckung freiliegender Zahnwurzeln), ist das eine reine Privatleistung.<\/li>\n<li><strong>Professionelle Zahnreinigung (PZR):<\/strong> Gilt trotz ihrer Bedeutung f\u00fcr die Nachsorge offiziell als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird von der GKV nicht bezahlt.<\/li>\n<li><strong>UPT ab dem dritten Jahr:<\/strong> Die GKV f\u00f6rdert die Nachsorge nur in den ersten 24 Monaten nach der aktiven Therapie. Was danach kommt, tr\u00e4gt der Patient selbst.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerade die Langzeitnachsorge ist medizinisch entscheidend \u2013 Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die ein Leben lang begleitet werden muss. Die GKV-Leistungen enden jedoch genau dort, wo der Bedarf dauerhaft bleibt.<\/p>\n<h2>Wie eine Zahnzusatzversicherung die L\u00fccken schlie\u00dft<\/h2>\n<h3>Warum sich eine Zusatzversicherung speziell bei Parodontose lohnt<\/h3>\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/\">Krankenzusatzversicherung<\/a> mit Zahnbaustein kann bei Parodontitis-Behandlungen einen erheblichen Teil der Eigenkosten abfangen. Die Frage ist nur: Welche Tarife leisten tats\u00e4chlich etwas in diesem speziellen Bereich \u2013 und welche haben Ausschl\u00fcsse, die Sie im Kleingedruckten \u00fcbersehen?<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich unterscheiden Zahnzusatztarife zwischen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Zahnbehandlungsleistungen:<\/strong> Hierunter fallen F\u00fcllungen, Wurzelbehandlungen \u2013 und eben auch Parodontitis-Behandlungen.<\/li>\n<li><strong>Prophylaxeleistungen:<\/strong> Professionelle Zahnreinigung (PZR), Fluoridierung, Versiegelung.<\/li>\n<li><strong>Zahnersatzleistungen:<\/strong> Kronen, Br\u00fccken, Implantate \u2013 ein separater Leistungsbereich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr Parodontose-Betroffene sind vor allem die Zahnbehandlungs- und Prophylaxeleistungen relevant. Gute Tarife erstatten 75\u2013100 Prozent der Kosten f\u00fcr privat\u00e4rztliche Parodontitis-Behandlungen, also den Teil, den die GKV nicht abdeckt.<\/p>\n<h3>Vergleich der Anbieter: DKV, Signal Iduna und Hanse Merkur im \u00dcberblick<\/h3>\n<p>Drei Anbieter stechen in meiner Beratungspraxis besonders hervor, wenn es um Zahnzusatzversicherungen mit guter Parodontitis-Abdeckung geht:<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/dkv\/\">DKV<\/a> bietet mit ihren KZE-Tarifen eine umfangreiche Zahnbehandlungsabsicherung. Parodontitis-Behandlungen werden bis zu 100 Prozent der verbleibenden Kosten nach GKV-Abzug erstattet, auch die professionelle Zahnreinigung ist in h\u00f6herwertigen Tarifen inkludiert \u2013 typischerweise zwei PZR-Sitzungen pro Jahr bis zu einem Betrag von 120\u2013150 Euro je Sitzung. Der KZE Premium-Tarif der DKV ist in diesem Bereich besonders leistungsstark.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/signal-iduna\/\">Signal Iduna<\/a> punktet mit ihren ZahnPlus-Tarifen, die ebenfalls Parodontose-Behandlungen explizit als Kassenleistung einstufen und den privaten Mehraufwand bis zu 80\u2013100 Prozent \u00fcbernehmen. Besonders positiv: Bei Signal Iduna sind auch adjuvante Behandlungen wie die lokale Antibiotikatherapie in manchen Tarifvarianten mitversichert \u2013 ein klarer Vorteil gegen\u00fcber Basistarifen anderer Anbieter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/krankenzusatz-vergleich.de\/hanse-merkur\/\">Hanse Merkur<\/a> hat mit dem ZAHN.PREMIUM-Tarif ein Produkt im Portfolio, das Parodontitis-Ma\u00dfnahmen sehr weitgehend absichert. Auch die unterst\u00fctzende Parodontitistherapie (UPT) \u00fcber das zweite Jahr hinaus wird hier ber\u00fccksichtigt \u2013 ein Aspekt, den viele Tarife schlicht ignorieren. Die PZR ist bis zu 150 Euro pro Sitzung, zwei Mal j\u00e4hrlich, inbegriffen.<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Kriterium<\/th>\n<th>DKV (KZE Premium)<\/th>\n<th>Signal Iduna (ZahnPlus)<\/th>\n<th>Hanse Merkur (ZAHN.PREMIUM)<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Erstattung Parodontitis-Behandlung<\/td>\n<td>Bis 100 % der Restkosten<\/td>\n<td>Bis 80\u2013100 %<\/td>\n<td>Bis 100 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Adjuvante Antibiotikatherapie<\/td>\n<td>Teilweise (tarifabh\u00e4ngig)<\/td>\n<td>Ja (in Premiumtarifen)<\/td>\n<td>Ja<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>PZR-Erstattung<\/td>\n<td>2\u00d7 j\u00e4hrl., bis ca. 150 \u20ac<\/td>\n<td>2\u00d7 j\u00e4hrl., bis ca. 120 \u20ac<\/td>\n<td>2\u00d7 j\u00e4hrl., bis ca. 150 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>UPT-Abdeckung \u00fcber 2 Jahre hinaus<\/td>\n<td>Eingeschr\u00e4nkt<\/td>\n<td>Eingeschr\u00e4nkt<\/td>\n<td>Ja, langfristig<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wartezeiten bei Vertragsabschluss<\/td>\n<td>3\u20138 Monate<\/td>\n<td>3\u20136 Monate<\/td>\n<td>3 Monate (teils entfallbar)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Monatsbeitrag (30 Jahre, m\u00e4nnlich, Beispiel)<\/td>\n<td>ca. 18\u201328 \u20ac<\/td>\n<td>ca. 15\u201325 \u20ac<\/td>\n<td>ca. 17\u201327 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><em>Hinweis: Die genannten Leistungen und Beitr\u00e4ge sind Richtwerte und k\u00f6nnen sich je nach Tarif, Eintrittsalter und individuellen Gesundheitsangaben unterscheiden. Aktuelle Konditionen sollten immer direkt beim Versicherer oder einem unabh\u00e4ngigen Berater gepr\u00fcft werden.<\/em><\/p>\n<h3>Wichtig: Wartezeiten und Vorerkrankungsklauseln beachten<\/h3>\n<p>Ein entscheidender Punkt, den ich in meiner Beratung immer wieder anspreche: Zahnzusatzversicherungen haben in der Regel eine Wartezeit von drei bis acht Monaten, bevor Leistungen erbracht werden. Wer bereits eine diagnostizierte Parodontitis hat und erst jetzt eine Zusatzversicherung abschlie\u00dfen m\u00f6chte, muss damit rechnen, dass bestehende Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen werden \u2013 zumindest f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit, bei manchen Anbietern dauerhaft.<\/p>\n<p>Konkret bedeutet das: Schlie\u00dfen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, bevor Parodontitis diagnostiziert wird. Der ideale Zeitpunkt ist der Abschluss in jungen Jahren, wenn noch keine Zahnprobleme bestehen. Je fr\u00fcher, desto g\u00fcnstiger der Beitrag und desto reibungsloser die Leistungsabwicklung sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Wenn Sie bereits betroffen sind, sollten Sie dennoch einen Abschluss pr\u00fcfen. Manche Anbieter akzeptieren auch Vorerkrankungen \u2013 schlie\u00dfen sie aber initial aus. Sobald die aktive Behandlungsphase abgeschlossen ist, kann der Ausschluss gegebenenfalls aufgehoben werden. Sprechen Sie das offen mit dem Versicherer oder einem unabh\u00e4ngigen Berater an.<\/p>\n<h2>Praktische Tipps: So gehen Sie als Betroffener vor<\/h2>\n<h3>Schritt 1: Befund einholen und Heil- und Kostenplan anfordern<\/h3>\n<p>Bevor Sie irgendeine Behandlung beginnen, sollten Sie sich von Ihrem Zahnarzt einen detaillierten Heil- und Kostenplan (HKP) erstellen lassen. Dieser Plan schl\u00fcsselt die geplanten Ma\u00dfnahmen auf und weist GKV-Leistung und Eigenanteil getrennt aus. Lassen Sie sich Zeit, diesen Plan zu lesen und bei Unklarheiten nachzufragen. Ein seri\u00f6ser Zahnarzt erkl\u00e4rt Ihnen genau, warum welche Ma\u00dfnahme n\u00f6tig ist und was sie kostet.<\/p>\n<h3>Schritt 2: Den HKP bei Ihrer Krankenkasse einreichen<\/h3>\n<p>Reichen Sie den Heil- und Kostenplan vor Behandlungsbeginn bei Ihrer GKV ein. Die Kasse genehmigt die Kassenleistungen und gibt Ihnen Planungssicherheit \u00fcber den Eigenanteil. Manche Kassen bieten auch Zusatzleistungen oder Bonusmodelle an, die einen Teil der Eigenkosten abfedern k\u00f6nnen \u2013 fragen Sie gezielt nach.<\/p>\n<h3>Schritt 3: Zusatzversicherung einschalten<\/h3>\n<p>Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, informieren Sie Ihren Versicherer ebenfalls vor Behandlungsbeginn. Viele Versicherungen m\u00f6chten eine Voranfrage oder Vorabgenehmigung bei gr\u00f6\u00dferen Behandlungen. Legen Sie die Rechnung des Zahnarztes nach Abschluss der Behandlung vor und reichen Sie alle Unterlagen vollst\u00e4ndig ein \u2013 Befund, HKP, GKV-Bescheid und Zahnarztrechnung.<\/p>\n<h3>Schritt 4: Nachsorge nicht vernachl\u00e4ssigen<\/h3>\n<p>Parodontitis ist heilbar, aber nicht heilend. Das klingt widerspr\u00fcchlich, ist aber medizinische Realit\u00e4t: Die Erkrankung l\u00e4sst sich kontroll<\/p>\n<div class=\"author-box\" style=\"margin-top:2em;padding:1.2em 1.4em;background:#f0f4ff;border-left:4px solid #0057ff;border-radius:8px;\">\n<p style=\"margin:0 0 4px;font-size:.85em;color:#8898aa;text-transform:uppercase;letter-spacing:.05em;\">\u00dcber den Autor<\/p>\n<p style=\"margin:0 0 6px;font-weight:700;color:#0a1628;font-size:1em;\">Alexander Bl\u00f6mecke \u00b7 <span style=\"font-weight:400;color:#4a5568;font-size:.92em;\">Versicherungsexperte, Inhaber Bl\u00f6mecke &amp; Partner<\/span><\/p>\n<p style=\"margin:0;font-size:.9em;color:#4a5568;line-height:1.6;\">Alexander Bl\u00f6mecke ist zugelassener Versicherungsvermittler (IHK M\u00fcnchen, Nr. D-6ULZ-YVLWB-50) und Inhaber von Bl\u00f6mecke &amp; Partner in Auerbach. Seit \u00fcber 20 Jahren ber\u00e4t er GKV-Versicherte in Bayern und deutschlandweit zu Kranken-Zusatzversicherungen \u2013 pers\u00f6nlich, kostenlos und unverbindlich.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist Parodontose \u2013 und warum wird sie oft untersch\u00e4tzt? In meiner Beratungspraxis erlebe ich h\u00e4ufig, dass Patienten die Diagnose \u201eParodontitis&#8220; zun\u00e4chst auf die leichte Schulter nehmen. Blutendes Zahnfleisch, leicht gelockerte Z\u00e4hne \u2013 das klingt nach einem kosmetischen Problem. 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